4. österreichischer Meistertitel en suite für die U14W des ZV Handball McDonald's Wiener Neustadt
Nach 3 österreichischen Meistertiteln en suite reiste unser U14W-Team als Titelverteidiger zu der heurigen ÖMS U14W nach Wien. Gleich im ersten Spiel gegen den Landesmeister aus Kärnten, die SG Witasek Feldkirchen machten die jungen Wiener Neustädterinnen mit einem 41:10-Kantersieg jedermann klar, dass sie auch heuer der große Favorit auf den Titelgewinn waren.
Im zweiten Spiel trafen sie am Samstag nachmittag in der Hans Lackner Halle in Wien-Atzgersdorf auf den Vorjahresdritten, den Landesmeister aus Vorarlberg, SSV Dornbirn/Schoren. In der ersten Halbzeit konnte die Ländle-Mädchen noch einigermaßen mithalten, doch in Halbzeit 2 machte die Mannschaft von Trainerin Lolita Magelinskas alles klar und fuhr einen überlegenen 26:16-Sieg ein. Dieses Spiel war, nachdem der ausrichtende Verein, der Vorjahresvizemeister und heurige, große Herausforderer Tecton WAT Atzgersdorf nur mit 5 Toren die Dornbirnerinnen besiegen konnten, bereits ein erster Gradmesser und eine ungefähre Standortbestimmung.
Im dritten Spiel des 1. Turniertages trafen die Wiener Neustädterinnen auf die steirischen Landesmeisterinnen von HIB Handball Graz. Dieser wurden mit 38:19 regelrecht abgefertigt, wobei in Halbzeit 2 alle Kaderspielerinnen Gelegenheit erhielten ihr Talent unter Beweis zu stellen (zumeist stand nur noch eine Spielerinnen der Grundsieben auf dem Feld). Nach diesen drei Siegen gingen die Wiener Neustädterinnen als Führende in den Finaltag.
Im Vormittagsspiel ging es gegen die Tiroler Landesmeisterinnen vom UHC Paulinum zu Werke. Die Tirolerinnen fanden gegen unser Abwehrbollwerk keinen Weg um dieses zu durchdringen und unsere Mädchen erzielten ihre Tore fast nach Belieben und bauten mit einem 31:6-Sieg ihre Tabellenführung weiter aus.
In der finale Begegnung trafen die Mädchen rund um Kapitänin Linda Kolb nun auf die, bis dahin ebenfalls ungeschlagenen, Gastgeberinnen vom Tecton WAT Atzgersdorf. Die Wiener Neustädterinnen galten auf Grund ihrer bisherigen Leistung und der höheren Anzahl an erzielten Toren als der Favorit und bereits mit einem Unentschieden konnten sie den Titelgewinn erreichen. Die Wienerinnen jedoch waren zum Siegen verdammt. Hochmotiviert betraten beide Teams das Spielfeld und sofort erreichte der Dezibelpegel seinen ersten Höhenpunkt. Wie die Spielerinnen gaben auch die beiden Fanblöcke alles. Vor dieser unglaublichen Kulisse entwickelte sich ein sehr spannendes Spiel. Bis knapp vor der Halbzeit lagen die Wiener Neustädter zumeist in Front, konnten sich jedoch nicht entscheidend absetzen. In den letzten Minuten vor der Pause konnten die Wienerinnen jedoch erstmals in Führung gehen und verteidigten diese bis zum Pausenpfiff. Doch Halbzeit 1 war erst das Vorspiel zu einem unglaublich spannenden und dramatischen Finale Furioso. Wie aus der Pistole geschossen startete die Magelinskas-Truppe in Hälfte 2, egalisierte sofort den 5:6-Rückstand und setze sich mit zwei weiteren Treffern auf 8:6 ab. Doch nun kehrten auch die Hausherrinnen wieder zurück ins Spiel und nahmen den Kampf an. Mit 5 Toren in Folge verwandelten die Atzgersdorferinnen einen 2-Tore Rückstand in eine 3-Tore-Führung. Bis 6 Minuten vor Schluss arbeiteten sich die ZV McDonald's Wiener Neustadt-Handballerinnen nochmal auf 11:12 heran und zwangen damit das Trainerteam von WAT Atzgersdorf zu einem Team Time Out. Dies sollte anfangs auch Wirkung haben und die Atzgersdorferinnen stellten vier Minuten vor Spielende ihre 3-Tore-Führung (11:14) wieder her. Nun waren die meisten Zuschauer in der Halle schon überzeugt, dass die Hausherrinnen den Titel holen würden. Doch alle jenen hatten nicht mit der enormen Willens- und Kampfkraft der jungen Wiener Neustädterinnen gerechnet. Die Wiener Neustädterinnen legten, angetrieben von ihren Fans, noch einmal den Schalter um und verkürzten in den nächsten zwei Minuten auf 13:14. In der letzten Spielminute erzielte Philippine mit ihrem fünften Tor in diesem Spiel den Ausgleichstreffer zum 14:14-Endstand und ließ damit den Traum der Atzgerdorferinnen vom Titelgewinn in der eigene Halle platzen.
Freudetaumelnd fielen sich die Spielerinnen und das Wiener Neustädter Trainerteam nach dem Schlusspfiff in die Arme. Sie hatten es geschafft. Das stärkste Kollektiv, auch wenn das manche in der Halle aus ihrer subjektiven Sicht anders gesehen haben wollten, hat sich erneut durchgesetzt. Die nackten Zahlen der Statistik belegen dies auch eindeutig, denn unter den erstgen 10 der Torschützenliste befinden sich 4 Spielerinnen aus Wiener Neustadt (Torschützenkönigin Linda Kolb 41 Tore, 3. Philippine Norz 33 Tore, 8. Viktoria Kaiser 25 Tore und 9. Anna Teubl 22 Tore), aber keine einzige Spielerinnen vom Vizemeister Tecton WAT Atzgersdorf. Wiener Neustadt erzielte im Schnitt 30 Tore pro Spiel, Atzgersdorf hingegen nur 23.
Hans Haidvogel, stv. Obmann des Zv Handball McDonald's Wiener Neustadt, nach dem Spiel: "Unsere Mädchen haben sich zwar im letzen Spiel sehr schwer getan, letztendlich haben sie aber den Titel, das gesamte Turnier betrachtend, als die stärkste österreichische Mannschaft in diesem Nachwuchsjahrgang, verdient gewonnen. Wir sind mächtig stolz auf unsere jungen Handballerinnen."
SG