Mission Staatsmeistertitel: Unsere Mädels sind Spitze!!
Mit viel guter Stimmung und ausreichend Verpflegung - und nachdem in den ersten Schulstunden noch mehrere Schularbeiten erledigt wurden - machten sich unsere U11-Teufelinnen am Freitag mit dem Zug auf nach Vorarlberg. Nach den Leistungen im Play Off und den Trainingsspielen war man guten Mutes, wie stark die Gegner wirklich einzuschätzen sind, war aber schwer abschätzbar. Mit nur 5 Teilnehmern (NÖ, W, Vlbg, Stmk, Ktn) war jedes Spiel von entscheidender Bedeutung.
Und so startete man sehr aufgeregt in das Eröffnungsspiel gegen den ATV Trofaiach. Und was für ein Start: In der ersten Halbzeit wurde der Gegner richtig schwindlig gespielt und man ging mit 13:2 in die Pause. Von Beginn an begeisterte die mitgereisten elterlichen Fans das mannschaftliche Zusammenspiel unserer Truppe. In der zweiten Halbzeit wurde der ganze Kader eingesetzt, was den Spielfluss etwas hemmte, letztendlich gab es aber einen sicheren 16:7 Sieg.
Bereits im zweiten Spiel musste man gegen die Hausherren HC Lustenau antreten, welche ungeschlagener Vorarlberg Meister und sicher ganz stark einzuschätzen waren. Und von Start weg zeigte sich, dass es ein sehr kampfbetontes und kräfteraubendes Spiel werden würde. Die Lustenauer Girls spielten ähnlich wie unsere Teufelinnen mannschaftlichen sehr stark und aggressiven in der Defensive.
Aber unsere Mädels ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Zwar lief man zunächst einem -1 Rückstand hinterher, nach dem Ausgleich zum 3:3 in der elften Minute drehte sich aber das Bild. Durch zwei tolle Kombinationen konnte man mit 5:3 in die Pause gehen. Und diese Führung wurde auch nicht mehr abgegeben. In der zweiten Hälfte weiter das gleiche Bild: Viel Kampf, tolle Abwehrleistungen unserer Mädels und das bessere Kombinationsspiel führten zu einem letztlich klaren 13:8 Sieg. Im Nachhinein betrachtet, sollte diese Spiel das schwierigste gewesen sein und man muss den Lustenauern Anerkennung für ihre Leistungen zollen.
Damit war der Hauptgegner um den Titel nun die Wiener Mannschaft von MGA. Auch diese beendete den ersten Spieltag mit zwei Siegen, das Spielsystem war jedoch nahezu ausschließlich auf eine Ausnahmespielerin ausgerichtet, welche 90% der Tore von MGA erzielte und auch zur besten Spielerin des Turniers gewählt wurde.
Den zweiten Spieltag starteten unsere Mädels gegen den Kärntner Vertreter SC Ferlach. Der Gegner - auch geschwächt durch die Verletzung der besten Spielerin - sollte keine Hürde darstellen. Für unsere Mädchen, die natürlich angespannt und noch etwas steif in den Beinen waren, bot sich eine hervorragende Gelegenheit zum "Warmspielen". Rasch wurde ein klarer Vorsprung herausgespielt und man ging mit 11:2 in die Pause. Die zweite Halbzeit wurde dann lockerer angegangen und viel durch gewechselt. Um bei der Tordifferenz vorne zu bleiben war ein Sieg mit 5 Toren notwendig, und dies wurde mit einem 15:8 klar erreicht.
Die Wiener MGA Mädchen hatten davor gegen Vorarlberg lange zu kämpfen, letztendlich aber wie wir mit +5 Toren gewonnen (12:7). Damit wurde das letzte Spiel des Tages ein echtes Finale der beiden ungeschlagenen Mannschaften.
Unsere Teufelinnen hatten von Trainer Olli eine Hauptanweisung mitbekommen: viel Laufen und Kombinieren, schnell Spielen - und konsequent in der Verteidigung.
Und das beherzigten unsere Spielerinnen von den ersten Minuten an. Trotz Anspiel durch die Wiener ging Perchtoldsdorf mit 1:0 in Führung und das 2:0 folgte rasch. Zwar gelang den Wienerinnen der Anschlusstreffer zum 2:1, aber dann spielte eine zeitlang nur mehr Perchtoldsdorf. Mitte der ersten Halbzeit stand es 5:1 für die Teufelinnen!! Der Gegner wurde einfach schwindlig gespielt. Bis zur Pause reduzierte sich zwar der Vorsprung auf 8:4, die Mädels gingen aber mit riesigem Selbstbewusstsein in die Kabine und kamen aufgebaut von Olli noch stärker heraus.
Kurz schrumpfte der Vorsprung auf +3, aber dann wurde wieder der Turbo angeworfen und der Gegner richtiggehend überrollt. Rund 5 Minuten vor dem Ende - mit einer +6 Führung - war klar, dass sich unserer Mädchen dieses Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen lassen. Aber es wurde mit Herz und Hirn weitergespielt und Sekunden vor dem Ende das 20:9 fixiert.
Der Jubel am Spielfeld wie auf der Tribüne war nun riesengroß:
UHLZ Perchtoldsdorf ist Staatsmeister der weiblichen U11!
Die Mission, die durch die Leistungen gegen Hypo Südstadt ermöglicht wurde, haben unsere Mädchen ungeschlagen zu Ende geführt. Keine der Spielerinnen ist heute einzeln hervorzuheben, vor allem im Finale hat sich gezeigt, dass hier eine Mannschaft von Klassespielerinnen GEMEINSAM gewonnen hat. Die Siegerehrung mit der Verleihung der Goldmedaillen wurde zu einem bewegenden Moment für alle Spielerinnen. Und wie Ines zum Hallenmikrophon ging und sich bei Fans und "dem besten Trainer der Welt" bedankte, brandete großer Jubel auf.
Das vergoldete Siegerteam:
Ines Horak: eine sichere Bank bei den 7-Metern und super am linken Aufbau
Nadja Wukowits: die MITTE, immer anspielbar und mit Druck zum Tor
Hannah Walka: unsere Linkshänderin, am rechten Aufbau, die viele wichtige Tore zum Erfolg betrug
Milica Simic: ein Bollwerk in der Verteidigung und unser linker Flügel mit tollem Tor
Nadine Kunt: als rechter Flügel immer anspielbar, in der Defensive kaum zu überwinden
Rebekka Walka: konsequent in der Abwehr und am Kreis fangsicher und immer torgefährlich
Linda Sera: unsere Torfrau, die einen tollen Rückhalt gab und im Finale über sich hinauswuchs
Natascha Wukowits: ob Mitte oder Flügel, immer wendig und mit viel Übersicht und Torgefahr
Lisbeth Martinz: als Kreis eine echte Gefahr für das gegnerische Tor und sehr gut in der Defensive
Bianca Delfin: unsere jüngste Spielerin, die ein herrliches Tor erzielte
Larissa Kuntze: Sicher beim 7-Meter und mit viel Übersicht am Aufbau, erzielte mehrere Tore
Vicki Haunold: als Flügelspielerin pfeilschnell mit einem guten Zug zum Tor
Marlene Gallhuber: eigentlich krank und nur wenig im Einsatz, ihre Leistung hat sie im Play Off gezeigt
Lisa Zsalcsik: unser Wirbelwind in der Mitte und erfolgreich mit dem letzten Tor des Turniers
Einen herzlichen Dank auch an Masseur und "Mentalcoach" Andreas Haunold (mit eigenem Massagetisch angereist!) sowie Co-Trainer Thomas Haunold!
Ein riesiges Lob für die perfekte Organisation an Sandra Wukowits!
Und natürlich ein riesengroßer Dank an "den besten Trainer der Welt" Oliver Fehringer! Was er aus dieser Mannschaft im Laufe der Saison herausgeholt hat ist einfach Spitze.