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Sieg beim Bundesländerturnier weibl. Jg. 97 in Voitsberg

Nach klaren Siegen in der Vorrunde und im Halbfinale konnte Wien in einem packenden Finale mit 21:20 bezwungen werden!


Die Mission war klar: Niederösterreich möchte wieder die Nummer 1 sein! Trotz des schmerzlichen Ausfalls von Vicki Kaiser war klar, dass vor allem Vorarlberg und Wien die Hauptkonkurrenten sein werden. Doch zunächst galt es die "Pflichtaufgaben" Kärnten und Steiermark zu bewältigen.

Im ersten Spiel wartete Kärnten, welche im Auftaktspiel des Turnieres gegen Steiermark klar verloren haben. Es galt nun, den Spielrhythmus zu finden und Sicherheit für die nächsten Aufgaben zu bekommen. Allerdings schien die Mannschaft die Busfahrt noch nicht ganz verdaut zu haben, denn Kärnten lag nach 3 Minuten mit 2:1 in Führung… Schon nach wenigen Minuten hatte Niederösterreich aber alles unter Kontrolle und führte zur Pause schon mit 14:3. In der zweiten Halbzeit wurde das Tempo verschärft, die Deckung stand noch besser und ließ nur mehr einen Gegentreffer zu - bei 22 erzielten Toren! Der Sieg in der Höhe von 36:4 ging auch in der Höhe in Ordnung.

Mit den Gastgebern aus der Steiermark wartete eine körperlich kräftigere Mannschaft auf unser Team, welche auch mehr Gegenwehr leistete. Jedoch vermochten auch sie nur eine Halbzeit halbwegs mitzuhalten (16:11), ehe sie sich in der zweiten Halbzeit dem Tempospiel geschlagen geben mussten. Auch sie erzielten nur mehr zwei Treffer und verloren schließlich mit 32:13!

In der Parallelgruppe hatte Wien die Favoritenrolle in beeindruckender Manier bestätigt. Oberösterreich war gar kein Gegner, und auch Vorarlberg sah sich schnell mit einem 0:8-Rückstand konfrontiert. Sie konnten diesen dann in der zweiten Halbzeit etwas reduzieren, doch Wien gewann am Ende noch recht deutliche.

Somit ging es für die Niederösterreicherinnen im Halbfinale gegen Vorarlberg und jeder wusste, die Leistung des ersten Spieltages würde nicht ausreichen, um das Finale zu erreichen. Unsere Mädchen wussten das auch und präsentierten sich wie ausgewechselt. Von Beginn an hatten sie das Spiel in der Hand, standen wie eine Mauer in der Deckung und schlossen fast jeden Angriff mit einem Torerfolg ab. So war es nicht verwunderlich, dass es zur Pause bereits 18:9 stand und man auch nach dem Wechsel noch einmal nachlegte. Es konnte daher im dritten Spiel der dritte Sieg in zweistelliger Höhe eingefahren werden (34:22), der noch dazu höher ausfiel, als es die Wiener schafften.

Es wartete nun das große - und vorprogrammierte - Finale gegen Wien. Und es war ein Traumstart! 1:0 nach 15 Sekunden, mit dem zweiten Angriff stand es schon 2:0. In der Deckung wurde den Wienerinnen der Nerv gezogen, und im Tor hielt Viven Kertesz ausgezeichnet. Nur durch Freiwürfe oder 7-Meter konnten die Wienerinnen dagegenhalten, kamen so zweimal zum Ausgleich (4:4 und 8:8), zur Pause führten aber die Niederösterreicherinnen mit 11:10. Die zweite Halbzeit war ähnlich der ersten, abgesehen davon, dass Niederösterreich den Vorsprung bis zu drei Treffer ausbauen konnte. Doch zwei unglücklich abgeschlossene Angriffe brachten die Wienerinnen wieder heran und ermöglichten ihnen kurz vor dem Ende den 20:20-Ausgleich. Trotz Unterzahl hielt unser Team dagegen und schaffte sogar den 21:20-Führungstreffer! Die letzten 50 Sekunden waren dann eine reine Nervenschlacht: Zunächst Team-Time-Out Wien. Es war nun klar, dass es einen Gegentreffer zu verhindern galt. 30 Sekunden lang kämpften unsere Spielerinnen wie die Löwen und ließen nur einen Wurf vom rechten Flügel zu. Und abermals hielt Vivien einen wichtigen Wurf und brachte uns 20 Sekunden vor dem Ende in Ballbesitz. 9 Sekunden später Team-Time-Out Niederösterreich. Den Sieg vor den Augen galt es nun, einen sicheren Angriff zu spielen. Die Wienerinnen spielten eine ganz offensive Deckung und mussten schnell in Ballbesitz kommen. Doch es gelang erst zwei Sekunden vor dem Ende und damit keine Chance mehr auf den Ausgleichstreffer.

Niederösterreich gewinnt mit einer starken Leistung verdient das Finale und darf sich wieder einmal die Nummer 1 der Bundesländer nennen!

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an den Trainer der weiblichen Auswahl Philipp Wagner, der seine Spielerinnen perfekt auf dieses Turnier vorbereitet und eingestellt hat, an unseren Masseur Oliver Miklin, der uns bei den kleinen Wehwehchen mit Rat und Tat zur Seite stand und die Frauenreferentin Silvia Grill, die die Reise und Unterkunft hervorragend organisiert hat!


Endstand:

1.  Niederösterreich

2.  Wien

3.  Vorarlberg

4.  Steiermark

5.  Kärnten

6.  Oberösterreich

 

Spielerinnen

NÖ : K

Stmk : NÖ

NÖ : Vbg

NÖ : W

 

 

 

 

 

Kertesz Vivien

0

0

0

0

Schaupp Miriam

1

2

2

1

Kampichler Tessa

1

0

1

0

Rexha Sara

1

4

5

2

Biogradlija Irma

2

1

4

3

Kolb Linda

8

4

3

4

Mittendorfer Lena

2

1

8

5

Obritzberger Pia

10

6

3

0

Arifovic Amela

1

2

0

0

Norz Philippine

3

4

4

2

Teubl Anna

4

5

1

3

Piribauer Sandra

2

3

2

0

Hollaus Jessica

1

0

1

1

Hirsch Stefanie

0

0

0

0

 

 

19/04/11 21:53 zurück