Vöslauer Unter 14 wieder Staatsmeister!
Am Samstag ging es schon um 9:00 Uhr los, der Gegner war Schwaz, der nach einigen Anlaufschwierigkeiten dann ganz sicher mit 28:17 geschlagen werden konnte. Im nächsten Spiel ging es gegen den HC Kärnten, auch diese Mannschaft wurde ganz sicher mit 28:21 bezwungen und damit war auch das Semifinale schon erreicht.
Im letzten Spiel der Vorrunde standen die Vöslauer dann zum ersten Mal den heimischen Bregenzern gegenüber - es ging um den Gruppensieg. Das war das schwierigste Spiel und die Vöslauer konnten nach einem grandiosen Kampf als Sieger vom Platz gehen. Die Bregenzer lieferten erbitterten Widerstand, fighteten mit enormer Härte (18 Minuten waren sie in Unterzahl) und wurden von ihre Publikum begeistert angefeuert. Doch die Vöslauer blieben nichts schuldig, konnten punktgenau ihre Höchstform finden und hatten in Philip Schuster ihren Lenker. Tesar und Kunaver brillierten vom Aufbau, die große Überraschung war aber Redl, der am Flügel nicht gehalten werden konnte und 8 Treffer erzielte. So war es bis zum Schluss spannend und mit etwas Glück konnte der Sieg gesichert werden. Somit war der ersten Tag erfolgreich abgeschlossen, todmüde fielen die Spieler abends in ihre Betten.
Am Sonntag ging es wieder um 9:00 Uhr los, der Kampf um den Einzug in das Finale musste gegen Graz bestritten werden. Die Steirer konnten nur in der Anfangsphase mithalten, weil die Vöslauer Deckung nicht ganz sattelfest war. Mit einer Leistungssteigerung von Torwart Halbwidl und schönen Gegenstoßaktionen zogen die Vöslauer dann gegen Ende der ersten Halbzeit davon und ließen in der Folge nichts mehr anbrennen. Wieder war Philip Schuster trotz Manndeckung erfolgreichster Werfer, mit sehenswerten Einläufen konnte auch Kunaver öfters punkten. Stark auch Forsthuber am Kreis und Hasenbichler am Flügel.
Im zweiten Semifinale scheiterte der vermeintliche Favorit West Wien und verlor überraschend gegen Bregenz, die Vöslauer hatten daher im Finale wieder mit die Vorarlberger zum Gegner und alle freuten sich auf dieses Spiel. Die Bregenzer ließen nichts unversucht, starteten unter ihren Anhängern eine SMS-Aktion und somit war die Halle voll, auch die Vöslauer Fankolonie war sehr lautstark. Was dann folgte, war an Dramatik nicht mehr zu überbieten.
Anfangs verlief die Partie ziemlich ausgeglichen, dann lag plötzlich Bregenz vorne und erstmals ging es mit einem Rückstand in die Pause. Dann leistete das Trainerduo Mc Lachlan/Ekelhart ganze Arbeit, stellte die Burschen taktisch gut ein und mit einem unbändigen Siegeswillen legten die Vöslauer in der zweiten Hälfte los. Bald war der Rückstand aufgeholt, vor allem Dank eines Spielers - Philip Schuster - der in der Form seines Lebens war und insgesamt 18 Tore erzielte. Aber auch Halbwidl im Tor steigerte sich und 3 Minuten vor Schluss führten die Vöslauer mit drei Toren. Aber angetrieben von ihrem frenetischen Publikum holten die Vorarlberger auf, zum Spielende stand es plötzlich 28:28 und eine Verlängerung folgte.
Die Situation war alles andere als rosig, Nimpf war wegen Knieschmerzen nicht mehr dabei, Tesar, Kunaver und Holly sahen die rote Karte, die Bank der Vöslauer war fast leer. Mit enormen Einsatz und Kampfgeist trumpften die Übriggebliebenen auf und in der Halle wurde es stiller und stiller. Philip Schuster krönte seine Leistung, war überhaupt nicht mehr zu halten und erzielte Treffer Nr. 29 31, 32, 34 und 35, die beiden restlichen Tore steuerte "Rookie" Dominik Redl bei. Ganz cool spulten die Vöslauer die letzten Minuten herunter und jubelten schließlich über den 3. Staatsmeistertitel innerhalb von 3 Jahren.
Das Erfolgsmodell der Handballakademie Bad Vöslau trumpfte also über die der Bregenzer auf, die Spieler waren punkgenau in Höchstform - Gratulation an das Trainerteam - und konnten personelle Ausfälle locker wegstecken. In Jurai und Halbwidl hatten sie zwei sichere Schlussmänner, die Aufbaureihe Schuster, Tesar, Kunaver, Kuhn und Rainer sorgte stets für Druck und bediente Forsthuber am Kreis ideal und die Flügelspieler Hasenbichler, Glaser, Holly, Redl und Prokop waren stets präsent und nützten ihre Chancen.
Krönender Abschluss waren die Einberufungen von Philip Schuster und Lorenz Tesar ins All-Star-Team!
Die Ergebnisse:
Vöslauer HC - ULZ Schwaz 28 : 17
Vöslauer HC - HC Kärnten 69 28 : 21
Vöslauer HC - A1 Bregenz 31 : 29
Semifinale: Vöslauer HC - HIB Graz 22 : 19
Finale: Vöslauer HC - A! Bregenz 35 : 32 (28:28)